gwfi INPUT November
Die Kehrseiten der KTI-Millionen
Offener Brief
Gwfi schreibt einen offenen Brief an Bundesrat Schneider-Ammann und an KTI Präsident Steinlin
Wir setzen uns dafür ein, dass in der staatlichen Forschungs- und Innovationsförderung ein fairer Wettbewerb unter allen Erbringern von F&E-Leistungen herrscht. Dieser Grundsatz soll im Rahmen der Totalrevision des „Bundesgesetzes über die Förderung der Forschung und der Innovation“ verankert werden.
Wir fordern einen fairen Wettbewerb. Das Ausschlusskriterium „kommerziell“ oder „gewinnorientiert“ für Forschungs- und Innovations-Anbieter soll deshalb aus dem Gesetzesentwurf gestrichen werden, sodass auch private, gewinnorientierte Forschungs- und Entwicklungsanbieter öffentliche Fördergelder für spezifische Projekte beantragen können.
Ziel dabei ist, dass die öffentlichen Mittel für die Forschungs- und Innovationsförderung so eingesetzt werden, dass für die Schweizer Volkswirtschaft ein möglichst grosser Nutzen resultiert.
Verzerrter WettbewerbIn der gängigen Praxis bekommen nur Forschungsstätten, die nicht kommerziell ausgerichtet sind, Fördergelder zugesprochen. Dies führt zu einer starken Wettbewerbsverzerrung: Dank der Unterstützung durch KTI-Fördergelder können Institute von Fachhochschulen und Hochschulen ihre Dienstleistungen für die Industrie deutlich unter den marktüblichen Preisen anbieten.
Mehr Effizienz und VielfaltKommerziell ausgerichtete Forschungsstätten von der öffentlichen Forschungs- und Innovationsförderung auszuschliessen, ist nicht zeitgemäss, reduziert die Effizienz und beeinträchtigt die Qualität von Forschung und Innovation. Er schränkt die Freiheit von Wirtschaft und Forschung ein, reduziert die Vielfalt der wissenschaftlichen Meinungen und Methoden und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.
